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02

Jun

2015

Warum Tortendesigner in Deutschland vor Gericht landen .......

Tortendesign: Kunst oder Handwerk?

Verhandlung am 17.6.2015 um 12.00 Uhr, Amtsgericht Lübeck

Als ich von 5 Jahren mein Unternehmen SugarheART -CREATE the Cake! gegründet habe, wäre ich nicht im Traum auf die Idee gekommen, das ich einmal vor Gericht stehen würde, wegen dem, was ich tue.

 

Ist es kriminell, was ich tue?

 

Muß die Menschheit vor mir und meiner Arbeit geschützt werden?

 

Geht von mir und/oder meinen Torten eine Gefahr aus?

 

Das sind die Fragen, die sich mir zur Zeit stellen.

Ich bin ein Mensch, der von Kindesbeinen an, seine Kreativität in den unschiedlichsten Formen ausgelebt hat. Von Fimo bis Ton, von Wolle bis Kordel, von Papier bis Stahlrohr- kein Material war vor mir sicher. Bis ich vor bummelig 10 Jahren im Netz über Motivtorten gestolpert bin.

 

Seitdem habe ich MEIN Material gefunden. ZUCKER , bzw Fondant!!

 

Ich liebe es mit Fondant zu arbeiten!

 

Dieses Material spricht einfach alle Sinne an: es riecht gut, es schmeckt gut, es läßt sich wunderbar verarbeiten, man hat dieses haptische Erlebnis beim Kneten und „Glattstreicheln“ und es sieht einfach umwerfend aus.

Man kann seine Kreativität voll ausleben, weil es einfach unendliche Möglichkeiten gibt, nichts aber für die Ewigkeit ist. Man hat diesen einen phantastischen Augenblick, in dem die Torte präsentiert wird- und kurze Zeit später ist alles weg. Aufgegessen!

 

Keine Kunstwerke die im Regal einstauben, sondern Kunstwerke für einen einzigen, unvergesslichen Augenblick. DAS ist genau mein Ding!

 

Problem: ich konnte nicht backen!

 

Bin einfach mehr der BBQ- als der Ofentyp......meine arme Familie musste wirklich viele, viele schrecklich schmeckende Torten essen, damit ich üben und lernen konnte.

Nach einigen Jahren Tortenexcess, hatte ich so viel über`s  Tortendesign gelernt hatte, das ich beschlossen habe, mich nebenberuflich selbstständig zu machen.

 

SugarheART wurde gegründet.

 

Ich meldete mich beim Finanzamt als freiberufliche Tortendesignerin und Dozentin an. Mein Angebot bestand in erster Linie aus Kursen, die ich bald deutschlandweit anbieten konnte und die sich großer Beliebtheit erfreuten und viele Wochen im vorraus ausgebucht waren und bis heute sind.

 

 

Außerdem begann ich, hin und wieder einen Auftrag zur Gestaltung einer außergewöhnlichen Torte anzunehmen.

 

Frei nach dem Motto:

Ich fange da an, wo der Konditor aufhört!

 

Ausschließlich  nahm und nehme  Aufträge an, die mich kreativ herausfordern und ansprechen.

 

Jede Torte ist ein individuelles Einzelstück!


Schwierig war, eine Konditorei zu finden, die mir Torten liefern konnte, die meinen Ansprüchen genügen und die Anforderungen erfüllen, die eine Torte braucht, um Motivtorte zu werden.

 

Dazu muß man wissen, das die Techniken und auch die meißten der Materialien und Werkzeuge, die im Tortendesign angewandt werden, im deutschen Konditorhandwerk nicht vorkommen und auch nicht gelehrt werden.  

 

 

Nach mehreren Fehlversuchen, habe ich mit der Konditorei Czudaj endlich einen, dem Tortendesign offen gegenüberstehenden, Meisterbetrieb gefunden, der in der Lage war, z.b. eine Torte wirklich glatt und rechtwinkelig mit Ganache einzustreichen.

 

Konditorglatt und Tortendesignglatt, sind nämlich in der Regel zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe, mußte ich feststellen.

Dort wurde auch verstanden, das ich mitnichten eine Konkurrenz darstelle, weil wir ganz unterschiedliche Zielgruppen haben. Die Wünsche der Kunden, die sich bei mir eine Torte gestalten lassen, wären in einem normalen Handwerksbetrieb weder vom Fachwissen noch vom zeitlichen Aufwand erfüllbar.

Da ich aber jedesmal Torten brauche, wenn ich einen Auftrag habe, wurde ich zu einer guten Kundin. Quasi eine Traumkundin für jeden Konditoreibetrieb: bestellt regelmäßig mehrere Torten, ohne weitere Beratung oder sonstigen zeitlichen Aufwand. Torten, die einfach nur eingesetzt und glatt eingestrichen werden sollen- ohne jegliche Verzierung. Was will man mehr als Konditoreibetrieb?


Nach 2,5 Jahren nebenberuflicher Selbstständigkeit wurde ich 45 – ich glaube ein Zeitpunkt wo viele ihr Leben überdenken- und entschied mich alles auf eine Karte zu setzen, meinen unbefristeten Arbeitsvertrag in der ambulanten Sozialpsychiatrie zu kündigen, und ein Ladengeschäft zu eröffnen. 

Im Laden gab es nun alles an Motivtortenzubehör zu kaufen, was das Herz begehrt, inklusive fachkundiger Beratung.

Das erste Jahr war alles andere, als einfach- aber es war zu erkennen, das Motivtorten sich zu einem Trend entwickeln würden.

Dies war nicht nur an der enormen Nachfrage an meinen Kursen und Einladungen aus ganz Deutschland und auch Österreich zu erkennen, sondern vor allem auch an der steigenden Zahl von Konditormeistern, die  meine Kurse buchten. Aus ganz Deutschland , Österreich und sogar aus Luxemburg und Dänemark kamen sie angereist, um sich in die Geheimnisse des Tortendesigns einführen zu lassen.

Und letztes Jahr war ich Gastdozentin bei Dr.Oetker in Bielefeld ,um die Konditoren der Versuchsküche im Umgang mit Fondant zu schulen, bevor der Dr. Oetker Fondant auf den deutschen Markt kam.



Inzwischen habe ich den Laden vergrößert und  habe mich mit meiner Kollegin Nancy von NancyCake zusammengetan. Nancy ist Konditorin UND Tortendesignerin und backt die wunderbarsten Torten, Cupcakes, Macarons und sonstige Lekkerein. Von daher ist die Zusammenarbeit optimal. 

Gemeinsam betreiben wir nun seit über einem Jahr das Cup´nCakes in der Schönböcknener Straße 18 a/b in Lübeck- wir nennen es die Stätte der süßen Wahnsinns. Das Cup´nCakes beherbergt also 2 Unternhemen: SugarheART und NancyCake, die eng miteinander kooperieren.

Im Cup´nCakes, gibt es nun zusätzlich zu dem ganzen „Tortenkram“ 

immer frische Cupcakes und lekkeren Kaffee. 

 

Nancy backt - ich verkaufe.

 

Es läuft super! Die Leute lieben unseren Laden, vor allem auch weil sie spüren, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft er geführt wird.

 

Es könnte alles so schön sein.......


Könnte!


Wenn da nicht eine klitzekleine Sache wäre: 

Es gibt Leute, die behaupten, das das was ich mit den Torten mache,keine Kunst ,sondern Handwerk wäre!


Häää?


Was bitteschön ist an dem was ICH tue Handwerk? 


Persönlich fühle ich mich klar als Freiberuflerin, und bin als solche seit mittlerweile  5 Jahren angemeldet und tätig.

Freiberuflich deshalb, weil ich


  • nicht backe und somit nicht handwerklich tätig bin
  • mich auschließlich um das Design der Torte kümmere- das handwerkliche (nämlich die Torte backen, füllen und einstreichen wird nicht von mir, sondern von Nancy, die Konditorin mit Genehmigung zum selbständigen Arbeiten ist, gemacht)
  • ich sehr viele Kurse gebe und damit überwiegend lehrend tätig bin
  • die Techniken, mit denen ich arbeite im deutschen Konditorenhandwek überhaupt nicht vermittelt werden, was sich auch an den vielen Konditormeistern, die meine Kurse belegen, zeigt
  • das, was ich tue, in einem normalen deutschen Konditorbetrieb gar nicht leistbar ist- weder vom Fachwissen, noch vom zeitlichen Aufwand her
  • ausschließlich individuelle Einzelstücke gestalte- es gibt nichts, was sich wiederholt, wie es im Handwerk üblich ist.

Erst hat mir die Kreishandwerkschaft unlauteren Wettbewerb und

irreführende Werbung vorgeworfen. Es wurde gefordert, ich solle eine

"Strafbewährte Unterlassungserklärung" unterschreiben und bei

Zuwiderhandlungen 4000 (in Worten VIERTAUSEND!!!) Euro Strafe bezahlen!


Dem habe ich widersprochen und meine Sicht der Dinge dargestellt und seitdem hab ich nichts mehr von denen gehört.


Wie ich aber inzwischen aus den Akten weiß, hatten sie meinen

„Vorgang“ bereits vor an die Handwerkskammer (HWK) Lübeck weitergereicht,

nicht ohne ihrer Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass die HWK ja

vielleicht auch noch etwas unternehmen werde.
Von dort aus flatterte dann natürlich umgehend ein Brief zu mir ins

Haus.


Vorwurf darin: unerlaubte Handwerksausübung und Schwarzarbeit

 

SCHWARZARBEIT????

 

Hallo?????


Ich führe ordungsgemäß Buch, stelle Rechnung aus, weise 19% Umsatzsteuer aus, wie es sich für Kunst und Design gehört und nicht 7% für Lebensmittel, wie für ne Torte!!

 

Langsam wird es wirklich absurd!

 

Es folgten Widersprüche und weitere Briefwechsel, bis es mir schließlich zu blöd wurde und ich die HWK zu mir eingeladen habe , um darzustellen, was ich so mache.

Denn bisher hat wirklich JEDER Konditor, der bei mir im Kurs war, oder der sich etwas näher mit dem Thema Tortendesign beschäftigt hat (oft nach anfänglicher Skepsis) zugeben müssen, das das was wir Tortendesigner machen, eindeutig NIX mit dem deutschen Handwerksberuf des Konditors zu tun hat.

 

 

Klar, es gibt ein paar Überschneidungen, was die Materialien angeht- aber sonst? Es würde auch keiner auf die Idee kommen von einem Künstler der Bilder malt, zu verlangen er müsse Malermeister sein und erst mal ne Malerlehre machen, bevor er seine Beruf selbstständig ausüben kann.....


 

Es folgte ein Besuch von einem sehr feundlichen Herrn der HWK, dem ich alles gezeigt und erklärt habe, ihm meine Bücher geöffnet habe, um klarzustellen, das die Vorwürfe haltlos sind. 


Nun, die HWK beharrte auf ihrem Standpunkt und legte nun ein horrendes Bußgeld fest.

Das war der Punkt, an dem ich meine Anwältin eingeschaltet habe.......

 

Zum Glück bin ich Mitglied im BUH ,dem Berufsverband unabhängiger Handwerker. Es mag merkwürdig klingen, das ich, die gerade darum kämpft NICHT Handwerkerin zu sein, sich einem Berufsverband für Handwerker anschließt, aber Fakt ist, das sich der BUH bestens damit auskennt, wenn man ohne Meister in einem Bereich arbeiten will, den die HWK dem Handwerk zuordnet. Dort fand ich erfahrene und superengagierte Unterstützung und Solidarität und außerdem eine tolle Anwältin, die schon viel Erfahrung mit Prozessen rund um das Thema hat.


Sie hat dann einen seitenlangen Widerspruch verfaßt, wo alles klar und deutlich dargestellt und mit Zahlen belegt wurde- aber die HWK bleibt dabei! 

Das was ich tue ist Konditorhandwerk und ich  MUSS mich in die Handwerksrolle eintragen lassen und vorher eine „Befähigungsprüfung“ ablegen um die Ausnahmegenhmigung für einen Teilbereich des Konditorhandwerks zu erlangen. Nur so dürfe ich ohne Meister weiterarbeiten.


Wo bitteschön gibt es den im Konditorhandwerk den Teilbereich Tortendesign. Und welcher Konditor sollte mich darin prüfen.?


Es mag jetzt überheblich klingen, aber ich meine, ich bin eine der Tortendesignerinnen der ersten Stunde hier in Deutschland, bin seit mehren Jahren ausgeblidete Jurorin und war bereits auf mehreren Tortendesignmessen, Leiterin der Juryteams. 

Außerdem habe ich mehrere Medallien auf Tortendesignwettbewerben gewonnen.

Das sollte Befähigungsnachweis genug sein.


Es wird auch völlig außer acht gelassen, das selbst WENN man meine Arbeit dem Handwerk zuordnen würde – was ich , wie gesagt, weit von mir weise- es dem Umfang eines unerheblichen handwerklichen Nebenbetriebs nicht übersteigen würde. 

Für Tätigkeiten im Rahmen eines handwerklichen Nebenbetriebs ist ebenfalls kein Meister nötig. So steht es in der Handwerksordnung!


Fakt ist- das mache ich so nicht mit!


Ich weigere mich Handwerkerin zu sein oder mich zwingen zu lassen eine zu werden! Das bin ich nicht und das werde ich auch nie sein!


Im Grundgesetz ist das Recht auf freie Berufsausübung verankert. Und dieses Recht lasse ich mir nicht einfach von ein paar Menschen von der HWK Lübeck streitig machen!


NIEMALS!!!!

Am 17.6.2015 um 12 Uhr wird die Verhandlung im Amtsgericht Lübeck stattfinden.


Jeder, der Lust hat mich zu unterstützen ist herzlich willkommen!


Helft mir, dem Tortendesign in Deutschland eine Stimme zu geben!


Nach der Verhandlung gibt es bei uns im Cup´nCakes Kaffee, Sektchen und illegale Cupcakes aus der (wie die Lebensmittelaufsichts-behörde sagt) saubersten Backstube Lübecks........


Das schreibt der BUH dazu:

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Kommentare: 127
  • #1

    Chantal (Mittwoch, 03 Juni 2015 07:14)

    Liebe Sylvia,
    wie Du ja weißt sehe ich das genau wie Du und es ist einfach absolut Absurd was die HWK da mit dir macht!! Ich würde dich total gerne persönlich beim Gerichtstermin unterstützen, aber bekomme leider keinen Urlaub für diesen Tag :-( Ich werde aber ganz fest an dich denken und dir noch viel fester die Daumen drücken!! Ich finde es wahnsinnig toll, das du dich so dafür einsetzt und ich wünsche euch ganz ganz viel Erfolg!!
    Liebe, kreative Grüße Chantal

  • #2

    Isabell Feuerstein (Mittwoch, 03 Juni 2015 07:26)

    Liebe Sylvia,
    ich bin für dich gedanklich am Gerichtstermin dabei.Würd dich da gerne unterstützen,denn deine
    Ansichten teile ich mit dir,genauso trifft es zu und die HKW darf dir sowas nicht vorwerfen.
    Ich drücke dir vielmals die Daume. dafür
    Liebe Grüße Isabell

  • #3

    Michael Trautwein (Mittwoch, 03 Juni 2015 07:44)

    Handwerk? Mitnichten... Klar benutzt du deine "Hände" für deine absolut fantastischen Meisterwerke, aber Handwerk sieht anders aus: Nämlich immer gleich! Ich geb dir nen Tip: Es gibt freiberufliche "Künstler" die auch keinen "Meister" brauchen! Ich sehe dich nämlich als "Künstlerin" und deine Torten sind definitiv KUNSTWERKE!
    Mach weiter so und lass dich von ein paar Begriffsstutzigen oder besser gesagt: DIN-Verrückten nicht Irre machen!

    Grüßle
    Michael

  • #4

    Kati Witt (Mittwoch, 03 Juni 2015 07:45)

    Ja... genau so... kämpfe!!!! Ist für mich leider etwas weit aber ich bin ganz bei dir an diesem Tag. Dieses Scheiss Juristendeutsch. Die sollen froh sein, dass du Steuern zahlst.

  • #5

    Doro (Mittwoch, 03 Juni 2015 07:48)

    Wie absurde Formen doch der Neid annehmen kann. Ich hoffe das der Termin tatsächlich zu deinen Gunsten ausfällt und dann das Thema damit einfach vom Tisch gefegt ist. Leider wohne ich zwar in SH, aber bin dennoch zu fern für einen Anwesenheit. Ich drücke die Daumen und wünsche dir alles Gute!

  • #6

    Iwi (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:09)

    Bin ja nicht so die Leseratte, doch deinen Beitrag habe ich mir komplett durch gelesen. Ist doch nicht deren Ernst!? Man könnte meinen, da hat jemand bei der HWK nix zu tun.
    Ich wünsche dir viel Kraft und drücke dir ganz fest die Daumen.
    Liebe Grüße
    Iwi

  • #7

    Kathleen (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:09)

    Hi

    Viel Glück das du gewinnst. Mein Lebensgefährte hatte auch die Handwerkskammer am Hals weil ein Neider /konkurrenz meinte er müsse ihn da anzeigen.

  • #8

    erika (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:13)

    Ich bin gelernte konditorin. Auch wenn die Ausbildung schon eine Weile her ist,er diese Art von tortendesign habe ich nicht gelernt. Ich musste dafür Kurse besuchen.
    Ich drück dir ganz fest die Daumen.. um persönlich dabei zu sein,wäre es zu weit.
    LG Erika aus Thüringen

  • #9

    Brigitte Weingartsberger (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:15)

    Leider, muss ich sagen, wirst du den Kürzeren ziehen, entweder wird es auf einen Vergleich hinauslaufen oder du musst bis vor den europäischen Gerichtshof gehen. Die Handwerksinnungen sind stur (leider auch bei uns in Österreich), warum gründest du nicht einfach eine GmbH und stellst deine ausgebildete Konditorin als gewerbliche Geschäftsführerin an?

  • #10

    Sylvia Lindner (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:17)

    Liebe Sylvia das ist ja unglaublich was die mit Dir treiben kämpfe ich wohne leider zu weit weg sonst würde ich auch mal Zünder Verhandlung kommen. Ich drücke Dir die Daumen das alles Gut ausgeht für dich und das ist kein Handwerks. Liebe Grüsse Sylvia

  • #11

    Annette (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:18)

    Liebe Sylvia,

    es ist einfach unglaublich, wie sie versuchen Dich klein zu kriegen! Ich wünsche Dir viel Kraft für diesen Kampf und hoffe, dass dieser Kampf auch generell etwas bewegt! Ich würde Dich gerne ebenfalls unterstützen am 17.06. aber ich bin da ausser Landes ;-)
    Aber meine Daumen sind gedrückt, und ich hoffe, dass viele Tortenkünstler vor Ort sein werden um dich zu unterstützen!
    Liebe Grüße, Annette

  • #12

    Susanne Horster (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:20)

    Oje, du Ärmste! Ich drück dir ganz fest die Daumen!!!!!! Bitte halte mich auf dem laufenden. Ich bin dabei mich im Schoko Bereich selbstständig zu machen und stehe vor dem selben Problem. .. :(

  • #13

    Alicia Bode (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:30)

    ach Mensch, ich bin grade nach Schleswig Holstein gezogen und wollte mal bei der Hwk nachfragen, wie das hier so ist mir Torten als Hobby, da Hamburg da schon super streng war...
    Ich drücke dir die Daumen!!
    (Alicia von den Zuckerdeerns, die sich nur mit ihren Blumen aus Ton selbständig gemacht hat)

  • #14

    Silvia Kober (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:37)

    Armes Deutschland, da hat sich aber jemand sehr angep..... gefühlt. Ich drücke dir die Daumen das du gewinnst.

  • #15

    Steffen Rupp (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:45)

    Da fehlen mir echt die Worte *g* ... Da wäre ich gerne beim Gerichtstermin dabei. Einfach lächerlich sowas!

  • #16

    Robfrutajerusginter (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:45)

    es ist traurig was da mit dir und deiner Arbeit die du mit Liebe ma hst geschied . Bin zu weit weg sonst hätte ich dich unterstützt wie so viele hoffe ich . Drücke ganz fest die Daumen undhoffe du gewinnst LG Frutz

  • #17

    Diandra (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:46)

    Liebe Sylvia,
    das ist ja echt schockierend, was dir hier vorgeworfen wird! Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut ausgeht und die HWK da endlich einlenkt und sieht, dass sie komplett falsch liegen!
    Das was du, und viele andere Tortendesigner, machst ist Kunst! Und nichts anderes! Lass dich bitte nicht unterkriegen! <3

    Liebe Grüße, Diandra

  • #18

    Stephan E. Wolf (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:03)

    Hier kämpfen ein paar Gestrige für den Erhalt von Strukturen, die noch aus dem Mittelalter stammen. Und weil sie norddeutschen Gemüts sind tun sie dass mit der entsprechenden Holzköpfigkeit. Aber Juristen sind immer für ein paar Stilblüten gut. Ich hoffe daher, dass sie einen Weg finden, der dir mit einem zwinkernden Auge den weiteren Weg ebnet.

    Das Ganze erinnert mich an die PC-Shops der 90er Jahre. Denen wollte man auch vorschreiben, dass sie für das Zusammenschrauben eines PC einen Meisterbrief als Rundfunk- und Fernsehtechniker brauchen. Heraus kam, dass sie weiter mit dem Akkuschrauber hantieren dürfen - aber wehe, sie rühren einen Lötkolben an.

  • #19

    Elke (Elkes bunter Tortenkeller) (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:04)

    Liebe Sylvia,
    ich bin gelernte Konditorin und bildete mich in diversen Kursen weiter, gebe mittlerweile auch selbst erfolgreich Kurse. Trotzdem darf ich ohne eine entsprechende Prüfung zur Eintragung in die Handwerksrolle keine Torten zum Verkauf herstellen.
    Ich bin gespannt auf den Ausgang des Verfahrens und wünsche dir Glück. Ein Reglement zur Tortenherstellung und dem Verkauf halte ich schon für sinnvoll, aber die Vorgaben der Handwerkskammer sind antiquiert und nicht mehr dem angepasst, was der Markt fordert.
    Toi, toi, toi für deinen Kampf gegen mitteralterliche Geschichte!
    Liebe Grüße Elke

  • #20

    Kuhlmann (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:07)

    Liebe Sylvia,
    es ist absurd was die HWK Lübeck Dir vorwirft, leider ist es in unserem Land nicht so einfach Recht zu bekommen. Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge, es liegt alles im ermessen des Richters...wie die Richter entscheiden haben wir erst kürzlich selber erfahren müssen. Man fühlt sich dabei so erbärmlich machtlos. Viel viel Glück wünsche ich Dir.

  • #21

    Sara (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:16)

    Liebe Sylvia,
    ich bin gerade zum Studium nach Lübeck gezogen und wollte bald unbedingt bei dir im laden vorbeischauen. Ich habe selbst mit dem Gedanken gespielt einfach ein paar Torten an entfernte Bekannte zu verkaufen aber das ist ja von der Handwerkskammer aus nicht machbar. Ich wünsche, dass sie in deinem Fall nachgeben, denn deine Torten sind wunderschön. Wenn ich es schaffe komme ich gerne zum Gericht.

    Allerliebste Grüße Sara

  • #22

    Jessas (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:16)

    'Zum Glück bin ich Mitglied im BUH ,dem Berufsverband unabhängier Handwerker,'
    steht für mich in krassem Gegensatz zu der Aussage weiter oben:
    'Was bitteschön ist an dem was ICH tue Handwerk?'
    Das widerspricht sich einfach völlg selbst. :/

    Mal abgeshen davon dass über den Text generell nochmal drübergelesen werden sollte, was Rechschreibfehler angeht:
    'meißten' und 'unabhängier' sind nur 2 Beispiele ;)

    Viel Erfolg dennoch für diesen Präzedenzfall.




  • #23

    Diana (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:24)

    Liebe Sylvia,
    das ist echt unglaublich, was da los ist. Ein Hoch auf die eingestaubte Bürokratie in Deutschland. grrrr!!! Ich drücke Dir alle zur Verfügung stehenden Daumen, auf dass der Wahnsinn bald ein Ende hat.

    Ganz liebe Grüße und Kraft sendet Dir

    Diana

  • #24

    neon (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:29)

    Toi, toi, toi, aber ich denke das es auch auf einen Vergleich ausgeht. Kannst Du denn nicht ein Cafe aufmachen, dann kannst Du machen was Du willst.

  • #25

    Katja (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:36)

    Liebe Sylvia,

    ich wünsche dir von herzen ganz viel Kraft, Nerven und Geduld bei dieser Sache.
    Es ist wirklich eine Unmöglichkeit in der Rechtssprechung dir da solche Steine in den Weg zu legen.Ich verstehe nicht, wie man den Menschen, die sich mit so viel Herzblut in ihre Tätigkeit werfen, das Leben so schwer machen kann.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen und wünsche dir viel Erfolg weiterhin.

  • #26

    Karen (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:41)

    Sehr gerne würde ich dich unterstützen denn das ist echt der Knaller.
    Leider wohne ich zu weit weg aber mental stehe ich dir bei

  • #27

    Lisa von Perfektes Fest (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:45)

    Ich finde es traurig wie undurchsichtig die Regeln der Wirtschaft oft sind und wie überall versucht wird kleine Unternehmen finanziell noch mehr zu belasten. Alles Gute für die Verhandlung!

  • #28

    Oliver (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:57)

    Kleiner Tipp, um mal zurückzuschlagen: Sofern Du künstlerisch tätig bist - und als Designerin ist das zweifelsohne der Fall - kannst Du Mitglied der Künstlersozialkasse werden. Das bringt ein paar Vorteile bei der Absicherung mit sich. Gerichtlich festgestellt wurde, dass jemand, der japanische Teezeremonien veranstaltet, ein Künstler ist... Damit hättest Du - zumindest von einer Körperschaft öffentlichen Rechts - bestätigt, Künstlerin und keine Handwerkerin zu sein. :-)

  • #29

    Gerd (Mittwoch, 03 Juni 2015 09:58)

    Liebe Sylvi,
    als ebenfalls Freiberufler ein ganz dickes TOI, TOI, TOI, beim Recht erstreiten.
    Wer die Freiheit wählt darf die Konkurrenz nicht fürchten!
    Alles Liebe Gerd

  • #30

    Sebastian (Mittwoch, 03 Juni 2015 10:00)

    Das Dein Einspruch bei der HWK nichts bringt, war von Anfang an klar. Die handeln in eigenem Interesse, warum sollten sie auf einmal sagen "Hey, wir haben uns geirrt, alles ok." Einlenken werden sie nicht, ähnlich wie die Finanzämter. Stell Dich schon mal darauf ein, dass es in die nächste Instanz weitergeht. Für die HWK ist die Frage existenziell, denn wenn Du anerkannt wirst, kommt der nächste findige Bäcker auf die Idee, sich Brötchendesigner zu nennen und sich die HWK-Schutzgelder zu sparen.

  • #31

    Monika. (Mittwoch, 03 Juni 2015 10:35)

    Liebe Sylvia
    Wünsche dir ganz viel Glück.Du packst es .TOI;TOI.
    Wohne leider zu weit weg bin in Gedanken dabei...

  • #32

    Tatjana Schnug (Mittwoch, 03 Juni 2015 10:37)

    Liebe Sylvie, es ist einfach unfassbar was da mit Dir passiert!! Ich stehe Dir gedanklich bei und drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es fur Dich, und damit ein Stück weit für alle Tortenkünstler, gut ausgeht.
    LG Tatjana

  • #33

    Jennifer Holst (Mittwoch, 03 Juni 2015 10:50)

    Liebe Sylvia,

    Es ist einfach unglaublich was da passiert.
    So etwas darf und sollte es nicht geben.
    Ich stehe hinter Dir und drücke Dir für den Gerichtstermin alle Daumen.

    Lg
    Jennifer

  • #34

    Deva (Mittwoch, 03 Juni 2015 10:51)

    Liebe Sylvia, ich bin ein grosser Fan von dir und drücke dir ganz fest die Daumen für die Gerichtsverhandlung. Leider wohne ich im Münchner Raum und kann nicht dort sein. Werde an dich denken! LG Deva

  • #35

    Traudel Kleinfeld - Müllejans (Mittwoch, 03 Juni 2015 11:03)

    Wünsche dir viel Kraft und gute Nerven.
    Wenn du kreativ bist und dir Gedanken machst wie du Geld verdienen kannst, wovon unser Staat in Form von Steuern auch profitiert, wird dir das Leben schwer gemacht, viele, die wirklich auf der faulen Haut liegen werden unterstützt. Spreche nicht von Menschen die Hilfe tatsächlich brauchen.
    War selbst die meiste Zeit meines Lebens selbständig, da hast du viele Pflichten und wenig Rechte.
    Aus der Ferne wünsche ich dir viel Erfolg!
    Traudel

  • #36

    Sabine (Mittwoch, 03 Juni 2015 11:18)

    Hallöchen liebe Sylvi,

    also ich staune immer wieder über diesen SChe... Bürokratismus in Deutschland. Da fühlt sich einer auf den Schlips getreten und wird unfair - das ist allerunterste Schublade!! Ich bin auch nicht so die Leseratte aber habe alles durchgelesen und würde es genau so sehen wie Du!! Ich drücke Dir sämtliche zur Verfügung stehenden Daumen!! Deine Torten sind echt der Hammer und leider, leider bist Du zu weit weg... aber wenn ich mal irgendwann in Lübeck bin, dann komm ich vorbei und schau mir das mal life an!!! Liebe Grüße, Sabine

  • #37

    Petra Klein (Mittwoch, 03 Juni 2015 11:52)

    Hallo Sylvi :),

    leider wohne ich zu weit entfernt (Kreis Aachen), um Dir am 17.06. beizustehen. Sei Dir gewiss, ich bin genau, wie viele andere in Gedanken bei Dir. Ich weiß, das hilft nicht wirklich, aber vielleicht ein wenig :).

    Wenn ICH an Deiner Stelle wäre, würde ich mir die Presse (auch TV) zur Hilfe holen! Denn es keann NICHT sein, dass ein KFZ-Mechaniker, der mit Fix-Tüten kocht - und nur die üblichen Belehrungen mitgemacht hat, ein Restaurant eröffnen - und als "Koch" arbeiten darf.... Bei solchen, fachfremden "Könnern" sind die Gäster wirklich gefährdet - und KEINER von den "ordentlichen Ämtern u Behörden" macht dann was!!!!

  • #38

    Ulrike Rump (Mittwoch, 03 Juni 2015 11:55)

    Hallo Sylvi, ich drück' Dir die Daumen und bin in Gedanken bei Dir!
    Es ist mal wieder so typisch deutsch!
    Nicht unterkriegen lassen! Liebe Grüße Ulrike

  • #39

    Martina (Mittwoch, 03 Juni 2015 12:06)

    Ich druecke dir ganz fest die Daumen, dass du den Prozess gewinnst! Dieser deutsche Bueroktratismus kann einen doch echt in den Wahnsinn treiben...
    Ich bin ein grosser Fan von deinen Torten und freue mich riesig, dass 'cake art' in Deutschland auch immer bekannter und beliebter wird.
    Liebe Gruesse aus London, Martina

  • #40

    Steven Fahl (Mittwoch, 03 Juni 2015 12:41)

    Dass was du da tust ist der Hammer. Konnte mir mal ein paar Bilder, von deiner Arbeit ansehen. Und ich bin hell auf begeistert. Ich würde mir gern meine Hochzeitstorte von dir kreieren lassen.
    Aber lass dich bloß nicht von so ein paar Sesself........ern alles kaputt machen. Recht hast du. Die wissen offensichtlich selber nicht was bei denen in deer Handwerksverordnung so drin steht, und wenn sie es wissen, können sie damit wahrscheinlich nichts anfangen, weil sie selber keine Ahnung davon haben.
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, Kopf hoch du schaffst das:
    Liebe Grüße von den schönen Reinhardswald / Hessen,
    Steven Fahl

  • #41

    Silvia Bauer (Mittwoch, 03 Juni 2015 12:44)

    Viel Glück- Recht haben und Recht bekommen sind leider 2 verschiedene Dinge.
    In Deutschland vergeudet man viel Zeit mit unwichtigen Dingen.
    Liebe Grüße Silvia aus Dortmund

  • #42

    Pauline (Mittwoch, 03 Juni 2015 12:51)

    Liebe Sylvia,

    als ich das gelesen habe dachte ich an einen schlechten Scherz. Ich finde es einfach nur UNVERSCHÄMT:-( Ich gebe dir meine Stimme und drücke dir ganz fest die Daumen.

    Viele Grüße
    Pauline

  • #43

    Kerstin (Mittwoch, 03 Juni 2015 12:56)

    Das kann ich ja gar nicht verstehen, was da los ist.
    Anstatt froh zu sein, dass jemand beruflich etwas auf die Beine stellt und alles ordnungsgemäß macht, werden ihm Steine in den Weg gelegt. Anstatt, dass sich Behörden, Kammern usw. sich um wirklich wichtige Dinge kümmern, halten sie sich mit so etwas auf, um den Leuten zu schädigen.
    Viel Glück beim Termin. Leider kann ich Deiner anschließenden Einladung nicht folgen, da ich im Rheinland wohne.

  • #44

    Beatrice Baumann (Mittwoch, 03 Juni 2015 13:17)

    Liebe Sylvia,
    alles Gute und viel Kraft für Deinen Kampf. Rüttel die Altherrengesellschaft auf ;) Du macht großartige Kunst.
    Alles Liebe!

  • #45

    gianna (Mittwoch, 03 Juni 2015 13:19)

    Mach mal ne Petition, alle tortendesignerinnen werden sie sicher in zahlreichen tortenguss en teilen und sie wird massenweise unterzeichnet

  • #46

    Simone Zimmer (Mittwoch, 03 Juni 2015 13:20)

    Liebe Sylvie,

    auch ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es einmal mehr in unserem Land Hirn regne. Es ist immer wieder eine Schande, wie kleine und/oder mittelständische Unternehmen aufgrund völlig an den Haaren herbeigezogenen Paragraphen zu Grunde gehen. Ich könnte noch so einiges dazu schreiben, aber das nützt Dir leider auch nichts. Ich hoffe jedenfalls, dass das hohe Gericht ein Einsehen hat und Du nicht auch noch Gärtnerin und Floristin lernen musst, denn schließlich benutz Du bei Deinen KUNSTwerken ja auch Blumendraht. Toll wie Du Dich dagegen wehrst und nicht gleich aufgibst bei einem solchen Gegner!! Daumen sind ganz fest gedrückt!!!Und wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, wäre ich sehr gerne bei der Verhandlung vorbei. Die Argumentation interessiert mich ja doch sehr.

  • #47

    Markus Podzimek (Mittwoch, 03 Juni 2015)

    Hallo zusammen:-), ich möchte hier ja keinem auf die Füße treten, aber das gehört mal gesagt. Was unsere "Tortendesignerin" und viele andere "Tortendesigner" in Deutschland machen, ist ganz klar Konditoren-Handwerk!
    WIR bilden dieses auch so seit über 100 Jahren aus und vermitteln alle Kenntnisse und vieles mehr. Wir haben schon Motivtorten verkauft, da hat noch keiner an Tortendesigner gedacht! Also ganz so neu ist die Motivtortengeschichte nicht! Zugegeben, zum Modellieren braucht man ein wenig Talent und viel Training, welches mancher „ausgebildete“ Konditor nicht hat. Man glaubt es kaum, aber WIR Konditoren sind sogar in der Lage, Torten rechtwinklig einzustreichen. Das lernt man als Konditorlehrling im 1. Lehrjahr! Nicht außeracht zu lassen ist, dass es sich bei dem Material, welches Tortendesigner verwenden, um Lebensmittel handelt. Bei falscher Handhabung der Rohstoffe kann dieses gesundheitsgefährdend oder sogar tödlich (Salmonellen & Co.) sein! Den korrekten und hygienisch einwandfreien Umgang mit Lebensmitteln erlernt ein Konditor ebenfalls in seiner Grundausbildung.
    Ich würde sogar sagen, dass derjenige, der seinen Beruf als Konditor wirklich ernst nimmt, ein Kunsthandwerker ist!
    Wichtig ist auch das duale Ausbildungssystem, um welches uns die ganze Welt beneidet. Denn nur ein ausgebildeter, staatlich geprüfter Konditormeister darf auch Konditoren ausbilden und sein fundiertes, fachliches Wissen weitergeben. So ist garantiert, dass auch nachfolgende Generationen von diesem Wissen profitieren und dieses weiterentwickeln und weitergeben können.
    Abschließend ist zu sagen, dass jemand der gewerblich Torten, Backwaren oder ähnliches herstellt, die zum VERZEHR gedacht sind auch einen Nachweis dafür erbringen sollte, dass er seine „Handwerks KUNST“ gelernt hat und niemanden damit gefährdet, auch dann wenn er sich selber als KÜNSTLER bezeichnet!

  • #48

    Ulrike Groß (Mittwoch, 03 Juni 2015 14:31)

    Ich kenne Dich und Deine Werke und fand das, was Du machst, immer toll und interessant. Da auch ich Torten verkaufe, weiß ich, wie mühsam es ist, allen Ämtern und Kammern gerecht zu werden und die erforderlichen Hürden zu nehmen. Aber auch ein Gemüseschnitzer, der wie jeder weiß, sein Gemüse nicht selbst herstellt, ist kein Künstler sondern gehört zu den Handwerkern. Am besten wäre es wahrscheinlich gewesen, sich erst zu informieren, ob alles mit rechten Dingen zu geht und dann loslegen. Bin gespannt, wie Dein Termin ausgeht.

  • #49

    Natascha heymann (Mittwoch, 03 Juni 2015 14:38)

    Oh mein gott die hwk wird immer dümmer. Kann gar nicht glauben was ich da lese. Unglaublich. Dir wünsche ich viel Glück alles gut durch zu stehen. Grüße natascha

  • #50

    Ilona Erichsen (Mittwoch, 03 Juni 2015 15:00)

    Ich wünsche dir viel Kraft und nochmehr Glück.Zeig es diesen Holzköpfen.

  • #51

    Christine-Claudia Fischer (Mittwoch, 03 Juni 2015 15:03)

    Typisch Deutschland. Wir bürokratisieren uns doch echt zugrunde. Würde ich jetzt nicht in Bayern wohnen, sondern bei dir, ich würde sofort kommen und dich unterstützen. Ich bewundere Tortenkünstler - man beachte: "KÜNSTLER". Das backen ist bei mir nicht das Problem...nur das eindecken. Ich drück dir die Daumen, dass du weiterhin so tolle Kuchen und Torten zaubern kannst.
    LG Christine

  • #52

    Sandra (Mittwoch, 03 Juni 2015 15:35)

    Da wird die HWK Recht bekommen.........was mich stört ist die Arroganz....nur weil die Dame evtl. Ein paar Medaille gewonnen hat und etwas aus ihren Hobby gemacht hat,heißt das noch lange nicht,das es Rechtens ist.Alleine die Arroganz zu behaupten,besser als jeder Konditor zu sein,finde ich schrecklich.Sie stellt die Frage, wer bitte soll mich Prüfung????....Also wenn das nicht Überheblich klingen...dann weiß ich auch nicht. Man kann sich nun einmal nicht einfach so mit Motivtorten selbständig machen und dann sagen...ich bin ein Kreativer Mensch....es geht hier um Lebensmittel,nicht um Fimo....

  • #53

    Yvonne (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:04)

    Hallo, da können wir mitreden. Wir betreiben auch eine Konditorei. Mein Mann ist sowohl Bäcker, als auch Konditor. Ein kleines Cafe´, wo jeder etwas verzehrt, ist nicht das Problem. Aber die Kunden kaufen und nehmen Ihre Ware mit. Da schlägt das Gesetz. Dafür muss ein Meister her. Da kommt man nicht drumherum. Viel Glück.

  • #54

    Susi (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:12)

    Liebe Sylvia, so ein Mist! Da wiehert der Amtsschimmel aber ganz besonders laut. Leider wohne ich zu weit weg. Schreib Deine Geschichte doch mal ans TV.
    Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen. Liebe Grüße aus Oberfranken.

  • #55

    Michelle (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:34)

    Hallo Sylvia, du hast alles vollkommen richtig gemacht! Das ist ein seelenloser Staat, bloß Bürokratie zählt. Schrecklich und total ungerecht. Einfach stark bleiben und durch!!!! Lg Michelle

  • #56

    Frank (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:49)

    Was natürlich neben dem Kammer- und Meisterzwang abgeschafft gehört sind allerdings die Vorteile für Freiberufler. Es gibt praktisch keine wirklichen Gründe, die besser zu stellen als andere Gewerbetreibende.

  • #57

    Hildegard (Mittwoch, 03 Juni 2015 17:13)

    Steuern darfst du zahlen! Ich drücke dir ganz fest die Daumen dass alles gut für dich ausgeht! Wenn die Handwerkskammer schlau wäre, würde sie dich mit deinem Wissen und Können sofort als Dozentin für Weiterbildung einstellen und nicht neidisch auf deinen Erfolg sein!

  • #58

    Philipp (Mittwoch, 03 Juni 2015 17:33)

    Komm in die Schweiz. Wir haben solche Probleme nicht. Wer hier arbeiten will, darf arbeiten. Der Markt bestimmt die Regel. Ob nun Meister oder nicht, die Qualität muss stimmen.

  • #59

    Ingo T. (Mittwoch, 03 Juni 2015 18:35)

    Leider bekommen das immer wieder motivierte Menschen mit, die sich selbstständig machen wollen, das HWK und IHK gerne ein Stück vom Kuchen abhaben möchten und das ohne zutun. Wenn man nicht solche Probleme gemacht bekommen würde, hätte ich mich schon selbstständig gemacht. Leider muss man aber schnell Geld an "Organisationen" bezahlen, deren Leistung man kaum erkennen kann und damit dann auch noch Menschen unterstützen muss, die wohl Probleme haben bei Unternehmen unter zu kommen. Wie auch immer...ich drücke dir feste die Daumen, das Du erfolg hast und die Richter deine Argumention beipflichten.

    Ganz liebe Grüße,


    ingo T.

  • #60

    Martina naehengel (Mittwoch, 03 Juni 2015 19:24)

    Das ist Deutschland wie es leibt und lebt. Es wird den Guten schwer gemacht und die Bürokratie macht den Rest. Ich drücke dir all meine Daumen und hoffe, das du gewinnst. Das was da bei dir abläuft, ist wie ein Schildbürgerstreich, einfach nur peinlich.

  • #61

    Kiki Bollweg (Mittwoch, 03 Juni 2015 19:45)

    Tottrat, das ist echt lächerlich! Und traurig ist ist außerdem!!Haben die eigentlich nichts besseres zu tun:(
    Da fällt mir echt überhaupt nichts mehr zu ein.
    Ich bin ja nicht oft sprachlos ,aber nun....ich drücke dir für den 17. Juni ganz doll die Daumen,dass alles gut für dich ausgeht, und bin in Gedanken bei dir

  • #62

    Evelyn (Mittwoch, 03 Juni 2015 20:18)

    Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt. Meine Erfahrung mit der "Altherren-Riege" der HWK ist auch nicht die beste. Als gelernte Konditorin habe ich mich auch um Anerkennung und Ausnahmegenehmigung zur Herstellung von Design-Torten bemüht. Aber ohne Meisterbrief nichts zu machen. Und diesen zu bekommen ist auch nicht so einfach wie man vieleicht denk (und das liegt nicht an meinen Fähigkeiten, möchte ich meinen). Ich versuchs gerade in Belgien, ob der Meisterbrief von der deutschen HWK anerkannt wird steht noch in den Sternen. Beruflich meistere ich gerade den Spagat zwischen klassischer Konditorei und modernem Design.
    Ich drück Ihnen jedenfalls die Daumen. Für Ihre Kunst und für die Anerkennung unserer Kunst im Handwerk.
    Beste Grüße

  • #63

    Ursula Cardeneo-Nanda (Mittwoch, 03 Juni 2015 20:20)

    Es ist unglaublich, zu sehen, wie schwierig es den Menschen speziell in Deutschland gemacht wird, selbständig zu arbeiten. Das tut mir richtig leid für Dich. Aber - Du bist schon so einen weiten Weg gegangen - ich bin mir sicher, dass Deine erfahrene Anwältin Dich zu Deinem Ziel bringt. Bitte dickes Fell zulegen und kämpfen!!

  • #64

    Eva (Mittwoch, 03 Juni 2015 21:41)

    Hi,
    Hab mir Deinen Artikel genau durchgelesen. Das ist so bescheuert was die von Dir verlangen.Und sowas ist auch blos in Deutschland moeglich. Burokraten kram..hier in England,dem Land der "Novelty cakes"ist das so viel einfacher.Da kann jeder hinz und kunz nen tortenladen aufmachen.

  • #65

    Petra (Mittwoch, 03 Juni 2015 21:56)

    Sorry, aber es ist ganz klar Handwerk.

  • #66

    semra hoffmann (Mittwoch, 03 Juni 2015 22:05)

    ich drücke für dich die Daumen am 17.6.2015 aus Berlin

  • #67

    Sassi´s Zuckerwerksta(d)tt (Mittwoch, 03 Juni 2015 22:50)

    Ich finde es eine Frechheit, dass so etwas mit dir gemacht hat. Du bist eine Künstlerin und keine Konditorin, weil du machst das was viele Konditoren nicht können und nicht machen wollen. Absolut nicht vergleichbar. Auch ich backe Motivtorten darf sie aber nicht verkaufen, weil mir gesagt wird das ist Handwerk. Ich stehe zu 100% hinter dir und drücke dir alle Daumen, dass du dein Recht bekommst. Du schaffst das !!!

  • #68

    WaschechteKonditorin (Mittwoch, 03 Juni 2015 22:52)

    Hallo,
    ich muss ehrlich sagen, dass du scheinbar keine Ahnung von dem hast, was ein Konditor macht. Ich fühle mich tatsächlich persönlich angegriffen von dir.
    Leidenschaftliche Konditoren - so wie ich es bin - machen eben genau soetwas, was du hier eben ganz dreist schwarz verkaufst.
    Wie ich feststellen muss, hast du dich scheinbar noch nie richtig informiert, denn es gibt auch Konditoren, die das Tagesgeschäft hinter sich lassen und sich auf Motivtorten spezialisieren.
    Und das ist Handwerk! Oder machst du deine Torten mit den Füßen?


    Ich finde dein Verhalten absolut respektlos und abwertend gegenüber dem Handwerk und der Konditorei! Eine absolute Frechheit!!!!

  • #69

    WaschechteKonditorin (Mittwoch, 03 Juni 2015 22:54)

    P.S. Wo ist das Problem, den Beruf einfach vorher zu lernen?

  • #70

    Jeanette (Mittwoch, 03 Juni 2015 23:41)

    Ach, Mensch, Sylvie,
    das ist wieder so typisch deutsch : die Leute, die was auf die Beine stellen werden bestraft, weil es eben mal wieder nicht der Norm entspricht. Das sind Neider und engstirnige Althasen. Lass Dich nicht unterkriegen!!!
    Ich drück Dich
    Jeanette

    PS an Madame Waschechte Konditorin: Ich mache gerade eine Ausbildung zur Konditorin und Nein: das hat wirklich nur in der Basis was mit Motivtorten zu tun. Ich weiss ja nicht, wo und was sie gelernt haben als Konditorin, aber sonderlich selbstbewusst und gut können sie nicht sein, wenn sie sich davon persönlich angegriffen fühlen. Und einfach Leute duzen, die man danach beleidigt finde ich persönlich auch respektlos. Und schwarz verkaufen tut Sylvie ja auch nix, sie bezahlt darauf genauso Ihre Steuern, sogar mehr (wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!) Und ich glaube nicht, dass sie genauso etwas machen wie Sylvie, denn sonst hätten sie vielleicht den Mut zu sagen wer sie sind statt sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Pfui kann ich nur sagen zu Ihrer Art.

  • #71

    Karin Müller (Mittwoch, 03 Juni 2015 23:54)

    Liebe Sylvie, Es ist es wert um das was du machst zu kämpfen, denn du machst das so gut und es wäre schade wenn es dein Torten Designen nicht mehr gäbe. Also Hinfallen, Aufstehen, Krone richten, weitermachen. Doch du solltest einen guten Rechtsanwalt an deiner Seite haben. Ich wünsche dir viel Kraft und Glück. Liebe Grüße Karin

  • #72

    Michaela Albrecht (Donnerstag, 04 Juni 2015 01:01)

    Ich kann als Juristin einigermaßen nachvollziehen, warum deine Arbeit dem Handwerk zugerechnet wird. Es ist ein Grenzfall - man kann in beide Richtungen argumentieren. Aber ich wünsche dir viel Erfolg und einen netten Richter bei deinem Rechtsstreit.

  • #73

    Nicole (Donnerstag, 04 Juni 2015 07:12)

    Ich habe mal ein paar Jahr in Schwienkuhlen (zwischen Lübeck und Eutin gewohnt) und musste gerade unweigerlich und diese Zeit dor denken. Aber darum geht es nicht.
    Ich bin zwar mittlerweile wieder in Mittelhessen, meiner Heimat, aber ab Dienstag nächste Woche (09.06.) ist mein Vorgesetzter wieder da und ich werde ich direkt fragen, ob ich am 17.06. kruzfristig frei bekommen kann.
    Dann setz ich mich in die Bahn und komme hoch.
    Ich habe noch nie eine solche Torte bestellt 8geschenkt bekommen oder sonstiges, aber ich bin Amerikanerin und in den USA ist das ja Gang und Gebe. Dort sind solche Kunstwerke normal und fast schon notwendig bei bestimmten Feiern. Ich habe ein solches Talent leider nicht, wobei ich es noch gar nicht wirklich versucht habe.

    Ich muss aber leider sagen, dass ich es sehr wohl als Handwerk ansehe. Allerdings nicht in dem Sinne, dass du eine Prüfung ablegen, den Meister oder sonst was machen musst, sondern, dass du dies einfach aus dem FF beherrschst und damit einen neuen Maßstab setzt. Bisher gab es diesen speziellen Handwerksberuf nicht. Ich weiß auch nicht, ob es den Beruf der Tortendesignerin oder des Tortendesigners jemals geben wird, aber das ist eigentlich auch nebensächlich. Du bist extrem talentiert und beherrschst dieses Handwerk der Kunst mit Lebensmitteln und genaz dafür sollten wir dankbar sein.
    Deutschland ist leider ein Land der §§§§§ ......
    Wobei es natürlich nicht schlecht it, aber es wird immer Menschen geben die hinten über fallen und dann wie du notfalls klagen müssen.

    Wie gesagt, ich werde versuchen zu erscheinen. Sollte ich nicht frei bekommen, werde ich aber in Gedanken bei dir sein. Ich hoffe, dass ich in Zkunft, weil ich da oben ja noch viele Freunde und Bekannte habe, ab und zu eine Torte bei dir bestellen kann.
    Ich ziehe meinen Hut vor dem was du kannst und du musst es weiter machen können. Gesetze sind nicht immer eindeutig und es gibt immer irgendwo eine Gesetzeslücke.
    Du schaffts das!

  • #74

    Tom Weinmann (Donnerstag, 04 Juni 2015 08:40)

    Ich wünsche Erfolg und dass das Gericht in dieser Welt lebt. Einfach unfassbar was einige Menschen antreibt andere Menschen sinnlos Zeit und Nerven zu rauben. Ich drück die Daumen und keine Magengeschwüre bei so viel sinnlosen Ärger.
    Grüße aus Berlin ans Holstentor.

  • #75

    No Name (Donnerstag, 04 Juni 2015 09:03)

    Dein Beispiel ist wieder typisch für Deutschland. In anderen Ländern hättest Du keine Probleme dieser Art. Ich möchte auch nicht unsere ausgebildeten Gesellen und Meister verteufeln, denn im wichtigen Bereichen (Auto, Elektro, Wasser usw.)
    sind mir diese lieber, als irgendwelche selbst ernannte Profis. Was ich aber kritisiere ist die Flexibilität und die Kleingeisterei, wie in Deinem Fall. Da kommt der Verdacht einer Revierverteidigung auf. Mal eine Frage : Waren Michelangelo, Picasso, Van Goch alle Malermeister (Meisterbrief als Maler) ? Nach der Argumentation in diesem Fall, müssten Sie das gewesen sein. Sie malten mit Farbe auf Leinwand. Also manchmal kann man sich nur wundern ! Viel Erfolg

  • #76

    Tom Rossow (Donnerstag, 04 Juni 2015 09:15)

    Wie absurd! Man ist doch auch kein Buchdrucker, nur, weil man seine selbst geschriebenen Gedichte zu Hause am Computer ausdrückt und anschließend mit einem Ringbinder zu einem Buch gestaltet. Liebe Sylvia, an Deinem Fall zeigt sich doch mal wieder überdeutlich die deutsche Neidgesellschaft!!! Deine Arbeit ist toll und verdient Respekt, keinen Gerichtstermin. Zu diesem wünsche ich Dir von Herzen Erfolg!

  • #77

    Birgit (Donnerstag, 04 Juni 2015 10:16)

    ich drück ganz fest die Daumen, dass Du gewinnst! Leider ist Lübeck etwas weit weg, sonst hätte ich Dich gerne mal besucht und einen Kurs gemacht, Toi toi toi, Birgit

  • #78

    Gaby (Donnerstag, 04 Juni 2015 10:54)

    was´n Ding! Nicht unterbuttern lassen. Daumendrück!!

  • #79

    Silvio (Donnerstag, 04 Juni 2015 11:01)

    Schon mal in der "Nachbarschaft" nach einem Neider geforscht? Nur so entstehen solch sinn- und verstandlose Akltionen.

  • #80

    Charlotte Schwan (Donnerstag, 04 Juni 2015 12:10)

    Liebe Sylvie,

    auch ich bin in Gedanken bei Ihnen und drück Ihnen die Daumen. Ich bin leider auch zu weit weg, um persönlich dabei zu sein. Meine Freundin und ich wollten genau dasselbe wie Sie machen und wurden sofort in Grund und Boden argumentiert. Für uns wäre Ihr Sieg bahnbrechend. Wir haben leider zu schnell aufgegeben, würden durch Sie aber wieder Mut fassen.

    Liebe Grüße und viel viel Glück und Erfolg
    Charlotte Schwan

  • #81

    Katja Schönefeld (Donnerstag, 04 Juni 2015 14:14)

    Hallo Sylvia,

    puh, da hast du ja einen Kampf vor dir! :o Ich kann mir in etwa schon vorstellen, wie die HWK argumentiert bzw. was sie sich dabei denkt - ich versteh aber auch dich persönlich und deine Wut - das klingt alles ziemlich verfahren.

    Ich wünsche dir sehr, dass es am 17. Juni zu einer Einigung kommt, damit du endlich weißt, wie es weitergeht. :)

    Liebe Grüße,
    Katja

  • #82

    Hans-Georg Koch (Donnerstag, 04 Juni 2015 14:24)

    Hallo Sylvie,

    ich drücke Dir ganz fest die Daumen, denn ich bin ganz und gar der Meinung, dass Du mit Deinen Auffassungen 100% im Recht bist. Bedauerlicherweise haben sich die Handwerks- und sonstigen Kammern zu einem unglaublichen monopolitischen & unternehmerfeindlichen Wildwuchs entwickelt, der an Arroganz, mangelnder Transparenz und Willkürmaßnahmen kaum noch zu überbieten ist. Am besten ist, dieser ganz Kammernsch**ß wird für immer abgeschafft.

    Liebe Grüße
    Hans-Georg

  • #83

    Tanja Fischer (Donnerstag, 04 Juni 2015 14:38)

    Hallo liebe Sylvia,

    Ich bin grad wirklich erschrocken über solche Ignoranz .
    Es ist traurig zu lesen,dass grade eine Künstlerin wie du,die mit so viel Herzblut und Liebe dabei ist so abgestraft wird.
    Mir ist auch total unverständlich wie die HWK,nachdem du wirklich alles offen gelegt hast,immer noch nicht einlenken will.
    Das hat vermutlich mit den eingefahrenen Strukturen in Deutschland zu tun.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen und hoffe,der Prozess wird zu deinen Gunsten ausgehen.

    Fühl dich gedrückt!

    Liebe Grüße und halte durch!!!

    Tanja (Nayrunia)

  • #84

    NL (Donnerstag, 04 Juni 2015 16:00)

    Hallo. Ich kan beide Seiten verstehen. Aber grundsätzlich finde ich es gut, dass in Deutschland das Handwerk geschützt wird. Genau deshalb haben wir Handwerker aus Deutschland im Ausland auch so ein hohes Ansehen. Ich habe eigentlich studiert, aber mich dann entschlossen nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium noch eine Ausbildung zum Konditor zu machen und momentan mache ich meinen Meister. Ich gehe diesen langen Weg um mich selbstständig zu machen. So läuft das eben und das ist auch gut so. Und ich habe auch schon in der Ausbildung Formtorten gemacht. Natürlich kann das nicht jeder Konditor. Muss er ja auch nicht. Allerdings finde ich es sollte spezielle Ausnahmegenehmigungen geben für solche Fälle wie hier. Man muss aber leider auch sagen, dass es hier um eine Ausnahme gibt. Wen ich mir andere Sachen von sogenannten Tortendesigner anschaue , graut ea mir.

  • #85

    patricia Dunkel (Donnerstag, 04 Juni 2015 18:36)

    Ist der Hammer sobald du von deinem Hobby leben möchtest interessieren sich die Neider für dich,an alle Konditoren warum regt ihr euch eigentlich nicht auf wenn ein Basar läuft z.b. kirchlich wo Kuchen und Kekse für einen guten Zweck VERKAUFT wird da interessiert keinen ob die Hausfrau in der Küche die einfachsten Hygieneregeln einhält soviel zu Gefährdung durch Lebendsmittel drück dir die Daumen das du weiter machen kannst

  • #86

    Bine Nagel (Donnerstag, 04 Juni 2015 21:28)

    Meine Unterstützung hast Du, drück für den 17.6. alle Daumen!

    LG aus Stuttgart

  • #87

    Jens Klöpper (Donnerstag, 04 Juni 2015 22:43)

    Alle Power für Dich gegen diesen Irrsinn!!

  • #88

    Silke (Freitag, 05 Juni 2015 01:01)

    Wirklich lächerlich, typisch Deutschland. Ich drücke dir die Daumen, dass du Erfolg hast und weiterhin arbeiten kannst.

  • #89

    BY (Freitag, 05 Juni 2015 02:02)

    Die HWK hat anscheinend nichts besseres zutun. Das ist wirklich lächerlich!

  • #90

    nadine (Freitag, 05 Juni 2015 05:28)

    Viel Glück
    kann leider nicht dabei sein werde aber in Gedanken bei dir sein.
    Ich hoffe das du es schaffst dem ganzen ein neues Gesicht zu geben.
    Dafür viel Erfolg

  • #91

    Delia (Freitag, 05 Juni 2015 06:01)

    Liebe Sylvia,

    Der 17.06. Ist für mich zu einem Tag geworden, der gefeiert werden muss. Warum? Vor zwei Jahren an diesem Tag war ich als Beifahrerin in der Türkei unterwegs. An die Fahrt erinnere ich mich nicht, aber mir wurde gesagt, dass unser Auto ins Schleudern kam, wir auf die Gegenfahrbahn gekommen sind und ein großer Reisebus auf der Beifahrer Seite ungebremst in uns reingefahren ist. Meine Erinnerung setzt einen Monat später wieder ein. Multiple Beckenringfrakturen, eine zerstörte Hüftpfanne, Schädelbruch, Hirnschwellung, tiefe Beckenvenenthrombose, tiefes Koma, anschließend künstliches Koma...in diesem Zustand Rücktransport nach Deutschland, mehr als 30 Stunden Operation, mehr als 15 Liter Blutkonserven...alles hinter mir.
    Warum ich das Schreibe? Nachdem mein Leben so auf der Kante stand, dass die Angehörigen auf der Intensivstation schon kurz davor waren, Abschied von mir zu nehmen, habe ich überlebt.
    Du kämpfst. Das habe ich auch getan. Ich war schließlich erst 23. Heute habe ich lediglich einen Grad der Behinderung von 30, aber ich lebe. Ja, ich hinke ein wenig. Aber ich kann Gott unglaublich dankbar sein. Dank aller Kraft von ihm durfte ich kämpfen, bin wieder im Leben angekommen und habe einen sieben monatigen Sohn. Dieser schlimme Tag ist zu einer Herausforderung geworden, die mich stark gemacht hat. Meine Persönlichkeit ist daran so gewachsen, dass mich nichts mehr unterkriegen kann. Und das wünsche ich dir auch liebe Sylvia.
    Dieser Tag soll ein unglaublich schöner Neuanfang für dich werden. Kämpfe! Du schaffst das.
    Lass diesen schwarzen Tag zu deinem Glückstag werden. Ich bin in Gedanken bei dir. Viel Erfolg!

  • #92

    Angelika Formowitz (Freitag, 05 Juni 2015 10:20)

    ich finde es sehr schade was dort mit dir gemacht wird.....
    ich glaub die "deutschen behörden" sind einfach überbesetzt und
    suchen sich sinnlos irgend etwas damit sie sich beschäftigen können.
    wenn gerichte sich ebenfalls damit beschäftigen,
    bin ich der meinung auch dort sind zu viele "richter" die nichts anderes
    zu tun haben........oder einfach nichts anderes können ausser "nichtigkeiten" die für sie einfacher sind zu verhandeln......
    schade....und davon gibt es leider viel zu viele.....
    und sprechen dann im namen "des volkes" ein urteil......
    ich wünsche dir von herzen erfolg und werde an dich denken!
    lieben gruß angelika

  • #93

    Marcus Schürer (Freitag, 05 Juni 2015 12:05)

    Hallo Sylvia,
    ja, es ist schon absurd, was da mit einem gemacht wird, der brav und ordentlich seine Steuern zahlt und Menschen erfreut.
    Ich stamme selbst aus Lübeck und habe auch dort bei der HWK damals eine Ausnahmebewilligung beantragt, welche mir erlaubt, mich als Chocolatier selbstständig zu machen, ohne einen Meisterbrief in den Händen zu halten.
    Mit dieser Bewilligung habe ich mich dann erst Jahre später in Heidenau bei Dresden mit meinem Betrieb selbstständig gemacht und betreibe meine Manufaktur nun schon seit über 10 Jahren...
    Es wäre doch eher mal sinnvoll seitens der HWK zu überlegen, welche Wege es gibt, Dir hier eine Möglichkeit zu schaffen, Deinen Laden weiter zu betreiben. Aber ich denke, die HWK sieht so langsam Ihre Felle schwimmen, da immer mehr sich ohne Meister selbstständig machen und viele diesen Titel nicht mehr für zeitgemäß und sinnvoll erachten.
    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei Deiner Verhandlung.
    Liebe Grüße in meine alte Heimat (bin im Sommer wieder da und werde da bestimmt mal Euren Laden besuchen),
    Marcus Schürer
    www.schokoladenmanufaktur.net

  • #94

    WaschechteKonditorin (Freitag, 05 Juni 2015 13:06)

    Liebe Jeanette #70,

    1. Alle duzen hier, aber wir können das auch gerne ändern.

    2. Ich habe hier niemanden beschimpft, sondern lediglich gesagt, dass ich mich als Konditoren (bald Konditormeisterin) angegriffen fühle.

    3. Die Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks (wie es der Beruf des Konditors ist), ohne den Meisterbrief zu haben ist ebenfalls Schwarzarbeit.

    4. Wenn Sie Ihre Ausbildung gerade erst machen, dann gehe ich schwer davon aus, dass sie noch nicht im 3. Lehrjahr sind, denn erst im 3. Lehrjahr werden die Dinge wie "Modellieren von Marzipanfiguren", "Dekorieren von Torten", "Zucker ziehen, gießen & blasen" usw. vermittelt. (siehe Ausbildungsordnung zum Konditor)

    5. Um meine Werke zu betrachten können Sie gerne vorbeikommen. Von mir aus können sie sogar zuschauen, wie ich das mache.

    6. Und das ich mich angegriffen fühle ist ja wohl bei Aussagen wie (ich zitiere)
    "Konditorglatt und Tortendesignglatt, sind nämlich zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe"
    "Ich fange da an, wo der Konditor aufhört!"
    klar.
    Das sind ziemlich dreiste Pauschalisierungen, wie ich finde.
    Nue weil in Lübeck scheinbar einige Konditoreien sind, die evtl. nicht nur talentierte, perfekte Konditoren angestellt haben, heißt das nicht, dass alle Konditoren in Deutschland unfähig sind.

    7. Dass ich meinen Namen im Internet nicht preisgebe ist 1. meine Sache, hat 2. nichts mit meinem Selbstbewusstsein zu tun und 3. hat das auch absolut nichts mit dem Thema zu tun.

    LG,
    Die waschechte Konditorin, die ihren Namen nicht sagt ;P

  • #95

    Bremer Böhnhase (Freitag, 05 Juni 2015 13:36)

    Liebe Sylvia, aber auch ein Gruß an die Fans des geschützten Handwerks,

    Das Verfahren hätte spätestens nach der Prüfung und Betriebsbesichtigung in den Mülleimer gehört. Aber in Lübeck ist der Einfluss der Kammern so groß, das auf den Behörden weder mit gesundem Menschenverstand, noch mit einfacher Sachkenntnis der Gesetze gehandelt wird. Man folgt einem ständischen Denken und übertritt damit alle Grenzen der Objektivität. Deine Torten dürfen einfach nicht sein.
    Ich wünsche mir am Prozesstag auch ein paar Konditormeister, die über den Tellerrand gucken können und vielleicht symbolisch die Innung verlassen.
    Aber ob die vom Meisterzwang verwöhnten Meister soviel Arsch in der Hose haben?


    Jonas
    unzünftiger Dachdecker

  • #96

    Wilfried Knauer (Freitag, 05 Juni 2015 15:19)

    Ich drücke beide Daumen.
    Dann müsste jeder Maler ( Künstler ) wie Dali, Picasso und co auch in der Handwerksrolle eingetragen sein. Doch diese Herren verschönern nur die Leinwand mit Farbe.

  • #97

    Stephanie P (Freitag, 05 Juni 2015 15:31)

    Ich bin seit 6 Jahren Konditorin. GELERNT! Ich habe mich für die Lehre entschieden weil ich mich für die Torten Kunst interessierte. Also habe ich die Lehre begonnen. 3 Jahre Hölle denn die Lehre ist schwer und fordernt.
    Aber es hat sich gelohnt. Ich wurde sehr gut ausgebildet und ebenfalls designe war Teil der Lehre.
    Zu behaupten du würdest da weiter arbeiten wo wir ( gelerntes Fachpersonal ) aufhören, ist eine bodenlose Frechheit! Es gibt nicht umsonst diesen Geschützen Handwerks beruf. Und für das, was du machst, musst du in Deutschland eigentlich mindestens einen Meister machen. Denn du bist Handwerker. Du arbeitest mit den Händen. Ohne wenn und aber.
    Ich hoffe auf ein faires Urteil für alle Konditoren und Meister in Deutschland.

  • #98

    Andreas (Freitag, 05 Juni 2015 17:14)

    Ich muss Stephanie 100% Recht geben. Mag sein, dass es in Lübeck keinen Konditor gibt der sein Handwerk beherrscht, aber genau solche Torten stellen wir in unserer Konditorei her. Und das ist zwar Kunst aber auch zu 100% Handwerk.

    Ich hoffe solche Leute wie du werden von deinem Fall abgeschreckt und überlassen das Tortenmachen denen die es gelernt haben.

  • #99

    Nicole (Freitag, 05 Juni 2015 18:58)

    Hallo,
    Leider wohne ich zu weit um zu Gericht zu kommen! Aber ich drücke dir ganz fest die Daumen das du recht bekommst und deine Wunderbare Arbeit weiterführen darfst!
    Alles Gute und toi toi toi!

  • #100

    Bremer Böhnhase (Freitag, 05 Juni 2015 19:19)

    Liebe Meisterfreunde und MeistrInnen,

    Mit euren Komemntaren macht ihr es euch zu leicht und zeigt auf, dass ihr noch im Mittelalter lebt.
    Jeder und jede hat das Recht einen selbstgewählten Beruf auszuführen. Das nennt man Berufsfreiheit. Sinnvolle oder nachvollziehbare Argumente für die Meisterpflicht habe ich hier noch nicht gelesen.
    Es hat auch noch neimand mir überzeugend darstellen können, warum von Sylvies Torten eine Gefahr für dritte ausgeht.
    "umsonst" liebe Stepfanie P, ist der "geschützte" Kondirtormeister eben nicht. Er kostet Leuten wie Sylvie die Berufsfreiheit und jede menge Ärger mit der Kammer.
    So ergeht es tausenden von Handwerkern ohne Meisterbrief. der Kunde ist in der Lage sich selbst den geeigneteten Handwerker oder Dienstleister auszusuchen. Alle Gewerbetreibenden müssen gleichbehandelt werden. er Meisterstand ist immer noch überdeutlich privilegiert und das darf in einer modernen Gesellschaft nicht sein. Von der Demokratie in den Kammern mal ganz zu schweigen.
    Wie derjenige sienen beruf erlernt hat ist doh wirklich egal. Niemand hält hier den einen Weg weniger wert als den anderen. Oder doch?

    Bremer Böhnhase
    unzünftiger Dachdecker der auch backen kann.

  • #101

    manu (Freitag, 05 Juni 2015 20:57)

    Ich wünsche mir das der ganze Meisterzwang endlich in die Tonne getreten wird.

  • #102

    manu (Freitag, 05 Juni 2015 21:33)

    Ich kann euch auch gerne erklären warum. Ich bin seit 30 Jahren Konditorin. Habe den Beruf von der "Pike" auf gelernt. Und auch zu meiner Zeit war schon zu erkennen wohin die Reise in diesem Beruf geht. Nämlich den Bach runter. Die meisten meiner Berufsschul- Mithäftlinge haben 3 Jahre mit Bleche putzen und Abwaschen vertan. Mit Frischdienst wegräumen und Brötchen schmieren. Das Niveau der Prüfung war damals schon Müll und die Lehrlinge des Innungsmeisters konnten nichts mehr wurden aber natürlich besser bewertet. Nach vielen Jahren in meinem Beruf weiß ich folgendes: Ich habe in meiner Laufbahn mehr unfähige und dumme Meister an der Backe gehabt als fähige. Die einfach Mama und Papa mit eigenem Betrieb im Rücken hatten und genug Kohle sich da auf der Schule rumzutreiben aber null Talent und auch keinen Bock. Die dürfen heute Lehrlinge ausbilden und sich einbilden das sie was besseres sind. Auch mich nerven die talentierten Hausfrauen die am Finanzamt vorbei in der heimischen Küche was zusammenfummeln. Aber selbst die haben zumeist mehr TALENT als die meisten Konditormeister in Deutschland! Und Talent zählt in Deutschland einen Dreck. Nur das Talent die Grundvoraussetzung ist um im Beruf erfolgreich zu sein und nicht das was immer noch auf der Meisterschule an der Realität vorbei vermittelt wird. In der Berufsschule sind immer noch die gleichen Halbtoten Mumien als Lehrer am Start die mir schon auf den Nerv gegangen sind und allergisch gegen neue Ideen waren. Ich habe viele Stellen als Gesellin gehabt. Habe im In und Ausland als Konditorin gearbeitet. Das was heute der Beruf des Konditors ist, ist ein Armutszeugnis! Was glaubt ihr warum die Leute sich ihren Kuchen beim Discounter kaufen? Oder gleich aus der Tiefkühltruhe? Weil es genau so schmeckt wie beim Bäcker um die Ecke der nur noch Tüten aufreißt! Aber rumtönt er ist in der Handwerkskammer, er ist in der Innung, er bildet aus! Ja und das was er da ausbildet kann man dann in der Pfeife rauchen! Auch ich bin heute selbständig. Ich brauchte eine Ausnahmebewilligung. Warum auch immer.....Ich empfinde die Handwerkskammer als Zwangsveranstaltung. Wenn ich wählen könnte wäre ich da nicht drin! Warum auch? Man braucht einen Meisterbrief um sich erfolgreich selbständig machen zu können???? Träumt weiter! Jedes Jahr machen tausende Bäckereien und Konditoreien dicht! Die haben alle einen Meisterbrief! Also was? Könnte es vielleicht sein das einfach so weiter machen nicht mehr reicht? Das die Kunden Null/acht/fuffzehn Kuchen leid sind? Das deutsche Konditoren Handwerk hat sein Niveau in den letzten 30 Jahren kontinuierlich in die Tonne getreten und jault jetzt rum das Tortendesigner ihnen den Rang ablaufen? Legt euch wieder hin! Ein Café das nicht außer Haus verkauft muss auch nix nachweisen was sie backen oder ob sie 10 stöckige Hochzeitstorten machen, solange sie da direkt aufgemampft werden. Und abgesehen davon das die meisten internationalen Tortendesigner alle Quereinsteiger sind (aber eben Talent haben) sind viele deutsche Konditoren eben vor Jahrzehnten stehengeblieben. Und jaaaa wir arbeiten mit Lebensmitteln. Wie auch jeder Betreiber einer Pommesbude. Und auch der braucht keinen Meisterbrief um verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umzugehen....oder eben nicht. Und was ich in 30 Jahren im Beruf an Schmutz und Pfusch gesehen habe, in Meisterbetrieben und Ausbildungsbetrieben, geht auf keine Kuhhaut!!!!! Also lasst doch den Kunden entscheiden wo er für sein Geld das bekommt was er will! Wenn´s nichts taugt wird sich ein Laden nicht halten! Weder ein Innungsbetrieb mit Meister oder ein Tortendesigner. Die Handwerkskammer entscheidet wer gut ist und wer nicht? Schwachsinn! Dann würden ja nicht so viele Meisterbetriebe dicht machen weil sie keine Kunden mehr haben. Der KUNDE entscheidet wer gut ist und wer nicht! In diesem Sinne.....Über Können und Unfähigkeit sollten die entscheiden die bereit sind für ein Produkt zu bezahlen oder eben nicht zu bezahlen.

  • #103

    Monika (Freitag, 05 Juni 2015 23:14)

    Ich drücke dir ganz doll die Daumen. Es kann doch nicht angehen, dass die machen was sie wollen. Leider wohne ich viel zu weit weg um dich persönlich im Gericht zu unterstützen. Der Weg aus Bayern ist dazu etwas zu weit. Ich werde dir aber die Daumen drücken und gedanklich bei dir sein. DU SCHAFFST DAS. halte uns bitte auf dem laufenden. LG Monika

  • #104

    Stephanie p (Samstag, 06 Juni 2015 07:35)

    Schade das ihr allen Ernstes der Meinung ist, das WIR silvy schaden und nicht sie uns. Ich hatte auch eine freie Berufswahl. Und bin in das Konditorhandwerk eingestiegen.
    Ich kann ja jetzt auch nicht da her gehen und sagen: ich möchte Menschen heilen und werde Arzt. Aber lernen will ich das nicht. Ich mach einfach mal. Und wenn ich mal nicht weiter weiß, frag ich wen oder google es.

    Ich weiß auch das viele Meister den Ganzen alten kram immer noch machen. Und in der Lehre muss man viel blöde arbeiten machen. So ist das halt. Lehrjahre sind keine Herren Jahre.
    Aber jeder Meister hat selbst in der Hand was für Torten er macht. Und wenn mir das Programm meines Chefs nicht gefällt, na dann muss ich meinen eigenen Laden machen.
    Dazu gehört leider ein Meister.

  • #105

    Bremer Böhnhase (Samstag, 06 Juni 2015 11:00)

    Der Meisterzwang ist kein Naturgesetz! Aber mit dem Festhalten an alten Tradiitionen, "Das war schon immer so" -kommt man hier nicht weiter. Vor 1935 hatten wir Gewerbefreiheit in Deutschland und niemand hatte ein Problem damit dass Torten ohne Meisterbrief gegessen und produzeirt werden.
    Die jüngsten Pressemeldungen zeigen auf: Die Handwerkskammer ist genauso stur, wie hier schon behauptet. Wir sehen uns vor Gericht !

  • #106

    Die Dolle (Samstag, 06 Juni 2015 15:48)

    Hmm ich bin gerade etwas verwirrt... also es wissen ja schon einige hier was Schwarzarbeit heißt oder??? Ach nee scheinbar nicht... also du liebe Sylvia hast ein Gewerbe angemeldet und zahlst artig an das Finanzamt,verkaufst also deine Kunststücke nicht unterm Tisch und schleust munter am fiskus vorbei... öhm ja und wo bitte ist das nun schwarzarbeit.... das die Konditoren,die ,sorry wenn ich das sage,wirklich ALLE nicht in der Lage sind solche Kunstwerke her zu stellen.denn sonst würde man so welche auch mal in ihren tollen Alben sehen,die Torten beinhalten,wo ich selbst lieber auf ein TK Produkt zurück greifen würde,liegt wohl auf der Hand,sonst hätte Sylvia auch nicht so eine nachfrage. Mag ja sein das sie es könnten aber der Betrieb es organisatorisch oder aus sonstigen Gründen nicht ermöglicht. Aber dann sollen sie sich selbstständig machen und ihr Können unter Beweis stellen und nicht hier so dumme Kommis ab lassen aus dem ich größten teil nur Neid lese.... wo zum Henker steht geschrieben,das man einen Meister haben muss wenn man Torten dekoriert ???? Ich selber habe mal einen Blumenladen mit erfolg betrieben und ich habe Hauswirtschafterin gelernt. Solange Sylvia nicht Ausbildet ist doch alles gut und das tut sie ja wohl nicht. Also ich drücke dir jedenfalls ganz dolle die Daumen das alles gut wird... und an die " Konditoren " ihr beschwert euch wie anstrengend eure Ausbildung war und wieviel Nerven es euch gekostet hat... ist es nicht traurig das ihr 3 Jahre ausgebildet wurde und es nicht geschafft habt euch mit eurem " Wissen " selbstständig zu machen und Sylvia es geschafft hat,es sich selbst bei zu bringen...und mit Erfolg einen Laden etc zu führen? Packt euren Neid in die Schublade unter " Ferner liefen " und unterstützt lieber ein von Gott gegebenes Talent.... und für die Stenkerer die nun nach schreib fehlern suchen... ihr werdet erfolg haben,denn ich habe soviel Wut in mir,das ich keine Lust habe auch noch auf meine Rechtschreibung zu achten bzw. langsam an über die Tastatur zu huschen

  • #107

    Ele (Samstag, 06 Juni 2015 16:24)

    Ja es ist schon schade ,dass Deine Werke von den Behörden nicht anerkannt werden. Ich bin selber gelernte Konditorin und weiß, wie die Torten hegestellt werden.
    Während meiner Lehre in den Achtzigern gab es diese Art von Dekorationen nicht, es gab nur Marzipan. Damit haben wir außer Rosen und andere Dekorationen nicht viel gemacht.
    Anscheinend ist die Zeit bei der Handwerkerschaft in Schleswig Holstein stehen geblieben.
    Ich bewundere solche Torten und freue mich durch Kurse mein Wissen zu erweitern, deshalb drücke ich Dir die Daumen, dass das Urteil von Gericht zu Deinen Gunsten ausfällt. Bring den Herrschaften eine von Deinen selbst designten Torten mit, damit sie Deine Torten sehen und schmecken können. Zeig Ihnen, dass du eine Künstlerin bist. Ich drücke die Daumen. Viel Erfolg.

  • #108

    Cornelia Berlin (Sonntag, 07 Juni 2015 12:15)

    Hallo Sylvia, kann Dich gut verstehen, obwohl ich auf der Meisterseite stehe - bin Schneidermeisterin.
    Daher kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen, was da mit Dir veranstaltet wird, da Du doch eine qualifizierte Fachkraft dabei hast, die die Torten handwerklich herstellt!
    Auch mir wurde beinahe der Zusatz an meinem Geschäft:"u.v.m.", zum Verhängnis, da es einem Mitbewerber nicht gefiehl und ich so auf einer Anhörung in der IHK zu erscheinen hatte, meinen Obulus für die improvisierte "Verhandlung" löhnte und flugs zur HWK eilte, um mir die Teilzulassung im Raumausstatterhandwerk in eine Vollzulassung eintragen zu lassen!
    Dieser Schuss des freundlichen "Kollegen" ging somit nach hinten los !!!
    Leider muss ich aber auch aus den obigen Kommentaren entnehmen, dass die Fronten doch arg verhärtet sind und eine Liberalisierung der Gewerke sehr anzuraten wäre.
    Letzendlich sind Kunden stark verunsichert oder wollen mir doch sehr zweifelhafte Kenntnisse über Material- und Herstellungsarten ihrer stofflichen Kreationen vermitteln, die ihnen in den zahlreichen, momentan wie Pilze aus dem Boden schießenden, Kinderlädchen mit Stoffregal und Nähkursangebot erzäht wurden.
    Regelmäßiges Staunen erlebe ich dann in meinen Fachkursen, wenn sie selbst herausfinden, warum und weshalb so einige Hobby-Arbeiten der Teilnehmer untragbar waren. Ebenso verhält es sich mit den Angeboten auf Kreativmärkten. Die meisten Käufer sind der Meinung, so müssten genähte Sachen aussehen. Da habe ich dann in meinen Kursen Schwerstarbeit zu leisten, diese gruseligen Vorstellungen und Fehler in ordentliche, fachlich richtige und oftmals händisch viel einfachere Fertigkeiten umzuwandeln.
    Jeder kann eigentlich nähen, wie auch jeder backen kann - allerdings ist das Ganze auch eine Gratwanderung.
    Denn wenn die Sache zu Geschäft wird, sollten endlich einheitliche, fachlich minimale Grundregeln für alle gefunden werden.
    Überschneidungen und Quereinsteiger in jegliches Handwerk hat es immer gegeben, nur sollte das Angebot desjenigen auch dem jeweiligen Handwerk gerecht werden, so wie bei Dir, Sylvia.
    Allerdings muss auch ich zugeben, dass im normalen Tagesgeschäft Einiges an Kreativität auf der Strecke bleibt, da man ja mit irgendwas Geld verdienen muss und der Kunde hier erst lernen muss, für ein bischen SchiSchi auch gern mal tiefer in die Tasche zu greifen.
    Ich drück Dir zumindest alle Däumchen und hoffe auf ein Urteil in Deinem Sinne, da du aus meiner Sicht alles richtig gemacht hast!
    P.S. Schau mal auf meine facebookseite-Seite: Atelier Nähkurse Neubrandenburg, vielleicht wärst du an solchen SCHÜRZEN auch interessiert, gern auch mit personalisiertem gestickten Logo.
    LG Conny

  • #109

    Gitte (Sonntag, 07 Juni 2015 19:56)

    Hallo Sylvia,
    ich habe von der IHK Köln (Industrie und Handwerkskammer) die Information, dass man als Tortendesigner KEINE Ausnahmegenehmigung braucht, solange man die "Rohlinge", also den zu verzierenden Kuchen / Torte von einem Konditor bezieht. Das bei dir grenzt ja schon an Willkür!
    Ich wünsche dir, dass du so weitermachen kannst wie bisher,
    Lieben Gruß
    Gitte

  • #110

    Bremer Böhnhase (Montag, 08 Juni 2015 10:38)

    Liebe LeserInnen,
    Natürlich benötigt Sylvia, weder einen Eintrag in die Handwerksrolle, noch einen Meistertitel. Das ist alles gesetzlich geregelt und geklärt. Das einzige was Sylvia benötigt ist entweder ein neues Land (ganz Europa lacht über Deutsche Zunftgesetze Oder: Ehrlich und selbstständig denkende Politiker, die sich dem Thema annehmen. Aber: Die Arbeiten von Sylvies stellen das Prinzip Meisterzwang gänzlich in Frage - deswegen müssen die Kammervertreter auch immer dasselbe sagen und keine Zweifel an ihrer sturen Haltung aufkommen lassen.
    Auch Syvies Anwältin hat dieses Absurde Theater ganz juristisch angegangen und kommt zu keinem anderen Ergebnis. Sylvie macht Kunst. Noch absurder ist es, dass sich in Lübeck niemand finden lässt, der solche Torten überhaupt auf die Reihe kriegt
    Schleswig Holsteins Landag hat sich einmütig, bis auf die Stimmen der PIRATEN für den Meisterzwang ausgesprochen: Bedeutet im Klartext: Die Befähigten sind nicht befugt und die Befugten nicht befähigt.

    Jonas

  • #111

    Gabi Winter (Dienstag, 09 Juni 2015 19:29)

    Hallo Sylvia,
    ich betreibe in Norderstedt ein Zweithaarstudio. Wir kaufen und verkaufen Perücken, also handeln mit Ware. Meine Ex-Kollegin war der Meinung wir müssten unbedingt in die HWK. Haben wir auch gemacht und fleißig bezahlt. Nun haben wir uns getrennt und ich (keine Friseurin) bekam natürlich keine Sondergenehmigung von der HWK, sondern man wollte mich zwingen eine(n) FrisermeisterIn einzustellen oder selbst meinen Meister zu machen. Hahaha, ich bin 57 Jahre alt. Ich habe einen Antrag gestellt, dass ich aus der HWK raus will, da ich ja Handel betreibe und eigentlich zur IHK gehöre. Wurde abgelehnt. Dann habe ich auch Besuch von einem netten Herrn bekommen, der mir durch die Blume zu verstehen gab, dass meine Ex-Kollegin mich bei der HWK angeschwärzt hatte. Aber alles erklären und diskutieren nützte nichts. Auch bei mir greift der § 3 der HWO in dem so schön geschrieben steht, dass handwerkliche Leistungen im geringem Maß ausgeübt werden darf. Trifft voll auf mich zu, da wir ja die Perücken auch mal leicht anpassen müssen. Man drohte mir mit Schließung des Studios und Geldstrafen und Ordnungsamt. Ich habe mich nicht beirren lassen. Dann kam der Hammer: Man hat mich VON AMTSWEGEN aus HWK ausgeschlossen, weil ich nicht die berufliche Qualifikation aufweisen würde. Ich konnte mich vor Lachen kaum halten. Genau das wollte ich doch, warum hat es dann fast ein Jahr und unzählige Briefe gedauert. Irgendwann kam tatsächlich ein Brief vom Ordnungsamt in Norderstedt. Ich habe die Dame dann angerufen und ihr den ganzen Fall erklärt und auch bemerkt, dass wir ja "Zwangsausgetreten" sind. Das konnte sie alles gar nicht verstehen. Ich hab dann nie wieder etwas von der Sache gehört. Seither bin ich in der IHK. Ich wünsche Dir viel Kraft, lass Dich nicht unterkriegen.
    Liebe Grüße
    Gabi

  • #112

    SugarheART (Mittwoch, 10 Juni 2015 06:03)

    Liebe Leute,
    vielen, vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare, Mut machenden und auch kritischen Worte.
    So schwer die Situation zur Zeit ist, so sehr freue ich mich über die Solidaritätswelle, die mich geradezu umhaut. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, mit meinem Bericht so viel Rezonanz auszulösen.....anscheinende hab ich in ein Wespennest gestochen........
    Meine Postfächer quellen über mir mails von vielen, vielen Menschen, die ähnliches erleben, bzw erlebt haben. Und zwar nicht nur zum Thema Tortnedesign. Es haben sich Fotodesigner, Plakatkünstler, Tätowierer und noch so einige mehr bei mir gemeldet, die ebenfalls davon berichten, das sie in die Handwerksrolle gezwungen werden sollen, bzw gezwungen worden sind und die HWK sämtliche vorgebrachten Argumente für eine künstlerischen/designerische Tätigkeit komplett ignoriert.

    Da tun sich echt Abgründe auf und ich bin schockiert, welche Ausmaße das thema hat und wie viel tolle, kreative Memschen dadurch an der Ausübung ihres Berufs/Ihrer Berufung gehindert werden.

    Durch meine Mitgliedschaft im BUH wußte ich, das viel selbständige Handwerker mit dem Meisterzwng zu kämpfen haben und viel vor Gericht für ihr Recht auf freie Berufsasuübung kämpfen müssen.
    Aber das so viel Künstler/Designer davon ebenfalls betroffen sind, war mir überhaupt nicht klar und ich bin zutiefst erschüttert.

    Wie kann es sein, das Kreativität und neue Geschäftsformen so vehement bekämpft werden? Wo ist der Sinn?

    Wir führen ordentliche Betriebe, führen Buch, zahlen unsere Steuern und Versicherungen, leisten gute Arbeit und haben zufriedene Kunden. Warum wird alles versucht, uns das Leben so schwer, wie nur möglich zu machen und uns mit Bußgeldern und Gerichtsverfahren in den finanziellen Ruin zu treiben??

    Ich verstehe es einfach nicht!!

    Ein paar weitere Gedanken dazu: http://www.sugar-heart.de/2015/06/09/tortendesign-kunst-oder-handwerk-die-welle-rollt/



  • #113

    Vanda Mautsch (Mittwoch, 10 Juni 2015 07:54)

    Schade das Lübeck so weit weg ist...Ich bin noch anfängerin was Tortendesign betrifft .Aber ich hoffe von ganzen Herzen das du es schaffst.Sowas kotzt eine an.

  • #114

    Bremer Böhnhase (Mittwoch, 10 Juni 2015 10:57)

    Ich will das nicht verstehen! - Obwohl ich es verstehe.

    Ich habe mich 1996 entschlosssen ohne Gesellenbrief und Meisterbrief als Stroh und Reetdachdecker selbstständig zu machen. Ohne Hilfe des BUH (
    http://www.buhev.de/ ) und wenn es nach der Handwerkskammer gegangen wäre hätte ich erstmal eine Gesellenprüfung und dann die Dachdeckermeisterausbildung nachweisen müssen. Das Reetdachdecken wird aber nicht wirklich in der Ausbildung gelehrt.
    Ich hätte also als Handlanger in der Zeit mehr lernen können als auf dem üblichen Bildungsweg. Im Winter wird auf dem Reetdach nicht gearbeitet und ich konnte genug Geld verdienen um mich in Mexico oder auf Madeira über die traditionellen Strohdächer zu recherchieren. Auf Mallorca verarbeitete ich wildes Getreide und besuchte Schilfdächer im Sumpfgebiet der Insel. In Deutschland sammelte ich altes Dachdeckerwerkzeug und wir arbeitet auch in etlichen Museen mit alten Bindetechniken. Rogenstrohdächer waren meine Leidenschaft. Ganz selten waren die Aufträge und noch seltener die richtige Ware zu bekommen.

    Nach einigen Jahren entstand auch das Bedürfnis auszubilden. Ein Dachdeckermeister arbeitet über Jahre projektbezogen mit um sich die auch das Reetdachdecken anzueignen. Es gab aber auch Anfragen von Quereinsteigern. Mein Antrag auf Ausbildungsberechtigung wurde letztendlich von der örtlichen Kreishandwerkerschaft abgelehnt, weil sie sich eine Ausbildung im Reisegewerbe "nicht vorstellen" konnte. Meine Mitarbeit in der Bundsfachgruppe Reet der Dachdeckerinnungen, wurde mit der "Mitgliedschaft" im BUH verweigert.

    Einen geschlossene Gesellschaft die gerne den eigenen Stand hebt, indem sie andere schlecht macht. Ein Kreis Privilegierter, die wenn du hereingelassen werden willst, hinter dir die Tür schließen sollst, damit das Stück Torte durch weniger geteilt werden muß.
    Ein Bündnis aus Interessen, indem nur die Meister was zu sagen haben. Das Handwerk vertritt eben kein Gesamtinteresse.
    Eine Kammer, die die unzünftige Konkurrenz wie schon im tiefsten Mittelalter verfolgen lässt.
    In Lübeck stellte die handwerkskammer dem behördlcihen Ermittler gern mal ein Dienstfahrzeug oder technisches gerät zur Verfügung. Vielleicht auch demnächst ein Tortenradar?
    Gerade so heraustechende Torten wie Sylvies bedürfen einer besonderen Überwachung. Ein länderübergreifende Datenbank für unerlaubte Torten soll auf Wunsch der Kammer auch in Schleswig Holstein eingeführt werden.

    In Kürze beauftragt die Handwerkskammer eine Studie über die Gefahren von freien Torten. Ein Tortenpräkariat vor dem ordentliche Handwerk unbedingt warnen muss.
    Außerdem besteht bei den freien Torten die Gefahr der Scheintortigkeit. Die sehen oft so unheimlich gut aus, dass sie gar nicht echt sein können.

    Jetzt bin ich mir klar dadrüber, dass Sylvies Torten zwangsläufig zum Untergang des Abendlandes führen werden und will mehr davon !

    Bremer Böhnhase









  • #115

    Beate Landau (Montag, 15 Juni 2015 13:28)

    Liebe Sylvie, Du weißt, das ich Deine Kunstwerke schon immer bewundert habe und das sind sie auch ! Handwerk ist was anderes, dafür gibt es Normen und Formen wie Handwerk aussehen MUSS , Deine Torten Dekoration ist einzigartig das kann man nicht vereinheitlichen wie z.B. eine Wurst von einem Mezgermeister, die so viel % von dem oder dem haben muss. Bei Dir ist Deine Kreativität und die Liebe zum Detail Dein *Meisterbrief * und dafür sollten Dir keine Steine in den Weg gelegt werden. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen für Mittwoch und bin in Gedanken in Lübeck. Setze ein Zeichen und lass Dich nicht unterkriegen ! Ganz liebe Grüße Bea.

  • #116

    Petra (Dienstag, 16 Juni 2015 09:40)

    Liebe Sylvia
    Ich komme morgen aus Celle um dir vor Ort beide Daumen zu drücken. Dieses Verfahren ist so absurd das es garnicht so weit hätte kommen dürfen.
    Viele Liebe Grüße und bis morgen...
    Petra

  • #117

    lynx (Mittwoch, 17 Juni 2015 11:33)

    Hallo Sylvia,

    ich drück die Daumen!
    Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal in meinem Leben eine Hochzeitstorte für meinen Bruder gemacht. Daher kann ich gut verstehen, das du das Torte backen als Handwerk siehst - was es ganz klar ist und das gestalten/verzieren als Kunst! Es ist nämlich auch eine Kunst, nicht die Torte in den Müll zu werfen, wenn etwas mit dem Fondant nicht klappt und dieser neu ausgerollt werden muss oder die Zuckerblumen nicht halten wollen etc. ;)

    Ich drück dir fest die Daumen, das es noch weiter tolle von dir keierten Torten gibt!

    Viele Liebe Grüße

  • #118

    Petra (Mittwoch, 17 Juni 2015 14:39)

    Glückwunsch zu Deinem Sieg. Habe es gerade bei LN Oline gesehen. Super!!!!
    Feier schön.

  • #119

    Det (Mittwoch, 17 Juni 2015 15:08)

    Glückwunsch zum Sieg!
    "Heute ist ein guter Tag für die Tortenkunst!"

  • #120

    Hans (Mittwoch, 17 Juni 2015 22:37)

    Herzlichen Glückwunsch!
    Nun ist ja woahl auchder Weg frein für die Künstlersozialkasse. Und auch steuerlich könnte das relevant sein ...
    Nur sind die Abgrenzungskriterien - soweit ich mich erinnere für das Sozialrecht für das Steuerrecht und das Handwerksrecht wohl immer subtil unterschiedlich ...

  • #121

    Boris (Freitag, 19 Juni 2015 23:06)

    Danke ! und Respekt !
    (sag ich als Freier Handwerker), das du das durchgezogen hast, Bring uns evtl. wieder etwas näher an die Abschaffung des Meisterzwangs.

    Gruß, auch an die Bremer Böhnhasen, guter Text........

  • #122

    Udo (Montag, 22 Juni 2015 22:22)

    Mach doch ne Konditorenausbildung und dann ist gut. Oder denkst du das du's nicht drauf hast Konditor zu lernen?

  • #123

    Sabi (Freitag, 17 Juli 2015 15:08)

    Respekt. Ich liebe solche Torten, mache selber gerne welche. Und ich kenne das Thema sehr genau. Herzlichste Gratulation für deinen Sieg. Wenn ich mir ansehe, was bei uns ein Konditormeister als Geburtstagstorte abgeliefert hat (einfacher Schokoüberzug huggelig einfarbige Schokospritzschrift auf Marzipanaufleger, sonst nix, eine Schande fürs Handwerk-das konnte ich schon als Schülerin ohne jegliche Ausbildung), hast du jedes Recht, das zu machen, was du so gut kannst. Hoffentlich ändert sich bei unserem Paragraphendschungel endlich mal was. Daumen hoch! :-D

  • #124

    Julia (Mittwoch, 05 August 2015 22:47)

    Liebe Sylvia,

    anscheinend hast du gewonnen,
    ich verstehe es jedoch auch nicht warum du keine Ausbildung machst wenn du das Design von Lebensmitteln liebst?

    Ich bin selber Konditorin und werde auch meinen Meister machen und spezialisiere mich auf Tortenkunst wie du sie ausübst.
    Ich habe sogar in einem Betrieb die Ausbildung gemacht wo solche Torten mit spektakulären Design gemacht werden und ich kenne auch noch andere.

    Also ist es gar nicht so abwegig das Tortenkunst auch ein Handwerk ist.

    Du arbeitest mit Lebensmitteln, bringst anderen Leuten etwas bei, wäre es dabei nicht hilfreich auch zu wissen mit was für Materialien du arbeitest?

    Ich war bei einem Kurs wo wir Blumenkunst erlernt haben und die Frau war auch nicht ausgebildet, sie hatte lange, lackierte Fingernägel und Wollpulli an, natürlich müssen nicht alle so sein aber es gibt einige davon.
    Das ist zum Beispiel unhygienisch und wenn man etwas beibringen will, sollte man mehr Professionalität erwarten können wenn ein Kurs auch etwas teurer ist.
    Und hierbei geht es nicht darum ob deine Backstube top aussieht oder nicht.

    Das Handwerk vergeht, weil viele denken, dass sie zu Hause Torten dekorieren und es dann verkaufen, was soll aus den Konditoren an sich werden?
    (Und viele angehende Konditoren machen solche Torten.)

    Ich habe eine Bekannte die älter ist und trotzdem eine Ausbildung absolviert hat.
    Oder eine die gerne Torten dekoriert wie du, und sie hat auch eine Ausbildung gemacht um zu lernen mit was sie umgeht und jetzt hat sie einen Laden wo sie ihre dekorierten Torten verkauft.
    Es ist nie zu spät oder dumm etwas von anfang an zu erlernen wenn man seine Leidenschaft zum Beruf macht.

    Wenn der Meister zum Beispiel abgeschafft werden soll, wie soll man Auszubildene annehmen ohne zu wissen wie man mit denen umgehen muss?

    Du machst wirklich schöne Sachen jedoch denke ich das es ein Handwerk ist was du ausübst, denn unglaublich dekorierte Standarttorten oder Törtchen ist das für dich keine "Kunst" ?
    Es geht nicht nur um das Backen, denn Konditoren backen nicht nur, sie garnieren aus und dekorieren, es gehört zum Gesamtpacket.

    Liebste Grüße
    Julia

  • #125

    Julia (Donnerstag, 06 August 2015 11:25)

    Was ich noch ergänzen wollte,

    ich verstehe deinen Ärger und Wut den du hattest, jedoch denke ich, ist es nicht in Ordnung die Arbeit der Konditoren und Meister runterzuziehen.

    Auch wenn du niemanden verärgern wolltest, muss du doch als eine
    selbstbewusste,selbstständige Person verstehen das Aussagen die du gegenüber den Leuten machst, die etwas erlernt haben weil sie ihre Leidenschaft nachgehen, auf Unverständnis stoßen können.

    Was du getan hast, war davon auszugehen das du bei der Arbeit anfängst wo die Konditoren aufhören, was zum größtenteil einfach nicht mehr stimmt.
    Die Wirtschaft wandelt sich, und es ist normal, das auch neue Konditoren empor steigen und ihre Kunst einbringen.

    Hättest du eine Ausbildung gemacht hättest du zudem keine Probleme gehabt, eine Torte zu gestalten wo der Geschmack deinen Wünschen entspricht oder so eingestrichen ist, wie du es dir selber gewünscht hättest.

    Und wie gesagt, deine Werke sind unglaublich gut und du bist talentiert, aber ich vermute du hättest noch mehr erreichen können, wenn auch dein Geschmack dem entspricht was du als Dekor gestaltest. Und klar du hattest Glück das du Nancy gefunden hast, aber es wäre doch einfacher gewesen, hättest du das gemacht-nach deinen Wünschen und Richtlinien.

    Liebe Grüße und noch viel Erfolg!
    Julia

  • #126

    Olaf Jaskielewicz (Mittwoch, 02 September 2015 18:03)

    Hey, habe von deinem Artikel gehört! Nun endlich bin ich erst dazu gekommen es zu lesen. Ich bin auch heute noch in Lübeck , ca.1 Woche !
    Ich fange dieses Jahr noch an mit meinem Meisterbrief.
    Mich würde es brennend interessieren , was dabei raus gekommen ist usw...
    Weil meine beste Freundin ist Künstlerin in Air Brush und Tattoo , und ich lasse Sie auch an meinen Torten arbeiten.Jedoch bisher verkaufe ich Sie nicht, ich verschenke Sie zu werbe zwecken. Sie hat ein Gesundheits Zeugniss , ist auch als freie Künstlerin eingetragen und geprüft mit Diplom, zu dem noch gehörlos... Mein Konzept steht auch fest ... Habe mein Konditor in 14. Monaten abgeschlossen und nicht in 3 Jahren. .. Ich wäre dir sehr dankbar wenn etwas Zeit findest. Mfg ojaskielewicz@gmail.com

  • #127

    Claudia (Dienstag, 22 September 2015 11:41)

    kommt das Daumen drücken schon zu spät? Mich interessiert total, wie es ausgegangen ist! Ich würde, wie so viele, gerne nebenberuflich Motivtorten verkaufen, aber genau aus den oben genannten Gründen sehe ich da keine Chance für mich...